Die Aufmerksamkeit der beteiligten Akteure auf jene Sachverhalte in der Organisation zu bündeln, die für den gemeinsamen - und auch persönlichen - Erfolg relevant sind, ist ein kleines (kommunikatives) Kunststück. Gerade darin liegt aber das Erfolgsgeheimnis von effektiver und effizienter Führung.
Allerdings gibt es für die Umwandlung einer Kultur der Energie raubenden Sitzungshektik in eine mobilisierende Kommunikationskultur kein allgemeingültiges Rezept. Nicht selten ist aber eine stabile und transparente Führungsarchitektur ein erster Schritt in die gewünschte Richtung.
Die robuste Führungsarchitektur stellt sicher, dass die zu bearbeitenden Themen, die involvierten Personen und die ausgewählten Kommunikationsformen zusammenpassen. Sie integriert Themen der strategischen und der operativen Ebene. Sie regelt die Abstimmungsprozesse und definiert die entsprechenden Kommunikationsgefässe. Die Agenda wird jeweils für ein ganzes Jahr zum voraus festgelegt.

Wenn Managementagenda und Führungs- rhythmus ineinander aufgehen, dann kann man von einer robusten Führungsarchitek- tur sprechen.
In nebenstehendem Beispiel trifft sich die Geschäftsleitung zweimal im Jahr zu einem (extern begleiteten) strategischen Dialog. Jeweils nach dem strategischen Dialog werden im Rahmen eines Workshops mit der zweiten Führungsebene relevante Schwerpunktthemen bearbeitet. Viertel- jährlich wird in der Geschäftsleitung der Stand der strategischen Projekte überprüft. Ein Teil der Geschäftsleitungsmitglieder bearbeitet mit den zuständigen Spezialisten vierzehntäglich Marketingthemen. Dem Abstimmungs- bedarf innerhalb der Geschäftsleitung wird in einer monatlichen Sitzung genügt. Alle vierzehn Tage bespricht der Geschäftsleiter mit seinen Direkt-Rapportierenden deren Fragestellungen.
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