Während der letzten Jahre hat eine Reihe von Designs zur Entfaltung von kollektiver Intelli- genz in Prozessen der Entscheidungsfindung Einzug gehalten. Alle Methoden sind pragmatische Verfahren. Ihr niederschwelliger Charakter bewährt sich überall dort, wo es auf komplexe Inhalte zu fokussieren gilt. Dadurch kann nachhaltiger Wandel effektiv und effizient in die Wege geleitet werden.
Unter diesen Verfahren befinden sich grossformatige Kommunikationsformen wie der "Open Space" (Harrison Owen) oder die Metalog-Konferenz (Christoph Mandl), die eine Vielzahl von Teilnehmenden miteinander in ein kreative Auseinandersetzung bringen. Aber auch mittlere Formate wie zum Beispiel das "World Café" (Juanita Brown) sind da vorzufinden. Dieses raffinierte Design bringt innert kurzer Zeit Menschen miteinander in Kontakt und macht es möglich, dass schnell wesentliche Themen zur Sprache kommen. Von den kleineren Formen hat vor allem der "Dialog" (David Bohm) Verbreitung gefunden. Er verhilft den Teilnehmenden, aus der persönlichen Perspektive herauszutreten und eine gemeinsame Optik zu entwickeln.
Auch die Systemaufstellung lässt sich ohne weiteres in diese Formen der Kommunikation ein- reihen. Sie bedient sich einerseits eines Kollektivs von Akteuren, die gleichsam für eine bestimmte Thematik ein-stehen. Sie kreiert andrerseits aber auch einen "sozialen" (Kommunikations-)Raum, in dem ein ganz spezifisches Wissen ins Spiel kommt: Das Erfahrungswissen sozialer Systeme.

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